Dienstag, 17. Mai 2011
Au weia
Nachdem Papa den ganzen Samstag Nachmittag gearbeitet hatte, haben Nils und ich beschlossen, abends ins italienische Viertel zu fahren, um dort Pizza zu essen.
Dort angekommen hatten wir, wie üblich, unsere Fototermine zu absolvieren. Man könnte ja meinen, dass man sich an das Interesse an uns irgendwann gewöhnen würde, aber dem ist nicht so. Und wenn ich ehrlich sein darf, manchmal nervt es auch einfach.



Doch nicht nur wir wurden abgelichtet. Nein, es waren auch Dutzende von Hochzeitspaaren mit Fotografen unterwegs, die vor der "europäischen Kulisse" abgelichtet wurden. Erst mal nichts Besonderes, aber sehr euch mal die Gardarobe an. Kommen euch da nicht irgendwie die 70's in den Sinn.



Der Mann mit dem seltsamen Hut und farblich "abgestimmten" Hemd ist übringes nicht der Fotograf, sondern der Bräutigam...



Nun ja, farblich wurde es nicht wirklich besser und um das Gesehene zu verarbeiten, haben wir uns dann erst mal ein italienisches Abendessen gegönnt. Es war übrigens recht lecker und gemütlich. Da werden wir sicher noch manchen Sommerabend verbringen.

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Jugend forscht
Momentan ist Nils absolutes Lieblingsspielzeug seine Holzeisenbahn. Mit der kann er sich ganz lange beschäftigen und schon richtig geschickt umgehen.
Aber mit dem Zug kann man nicht nur auf den Schienen fahren, sondern man kann auch testen, ob die Waggons an der Pfanne hängen bleiben, mit denen Papa gerade Speckpfannkuchen machen wollte.



Tja, dank Nils Testreihe wissen wir jetzt auch, dass die Pfanne induktionsgeeignet ist :).

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Montag, 16. Mai 2011
Gone with the sand
Wir machten uns auf, um ein weiteres schönes Wochenende in Peking zu verbringen. Daraus wurde leider nicht sehr viel. Nils bekam eine Erkältung und war somit nicht richtig fit.
Am Samstag haben wir das Olympiagelände besichtigt.
Da würde ich dann man sagen, dass haben die Münchner schon vor fast vierzig Jahren besser hinbekommen. Beton, wohin das Auge reicht und die Minibäumchen, die man offensichtlich drei Stunden vor der Eröffnungsfeier angepflanzt hatte, reißen es auch drei Jahre später nicht wirklich raus.





Naja, wenigstens Goofy war da und den fand Nils toll.



Leider haben Mama und Papa zunächst auch nicht wirklich kapiert, warum es so dunstig war. Es wehte ein heftiger Wind und die Sicht war schlecht. Irgendwann bemerkte ich dann, dass ich Sand zwischen den Zähnen hatte. Tja, die Bildzeitung hat uns dann auch aufgeklärt: Wir waren mitten im schlimmsten Sandsturm der Jahres gelandet.



Ob es nun daran lag, wissen wir nicht. Nils begann am Abend ganz schrecklich zu husten. Das bedeutete einmal, dass keiner im Zimmer schlief und zweitens, dass wir am nächsten Morgen anstatt des Sommerpalastes die SOS-Klinik in Peking besichtigten.
Nachdem uns der Arzt beruhigte, dass es nur ein Reizhusten sei, ließ sich die zweite schlaflose Nacht dann besser durchstehen ;).
Immerhin haben wir es geschafft, den Lamatempel (geschlossen) von außen zu sehen



und die Schule des Konfuzius von Innen.





Am Montag sind wir wieder nach Tianjin gefahren und ich habe mich noch nie zuvor so gefreut, durch das Tor unserer Wohnanlage zu fahren.
Aber jetzt sind wir ja alle wieder gesund und der nächste Ausflug wird sicher besser.

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No sports please
Nachdem mich schon mehrere (europäische) Mütter vor dem anstehenden jährlichen Sporttag des Kindergartens gewarnt hatten , wurde mir durch die zweiwöchige Vorbereitungszeit klar, was es damit auf sich hatte. Jeden Nachmittag wummerten im Kindergarten die Lautsprecher und die Stereoanlage (hatte ich schon erwähnt, dass hier eh schon alle taub sind?) und die Kinder marschierten auf dem Vorplatz herum. Eine Bekannte, die mich besuchte und nachmittags mit mir im Garten war, fiel fast vom Stuhl, als sie die Musik aufdrehten.
Also schickte ich Nils am Sporttag nicht alleine hin, sondern begleitete ihn. Wir sahen uns die Darbietung seiner Gruppe an und dann gingen die Wettkämpfe los. Der Sprecher röhrte ins Megaphon, die Eltern kreischten oder klickten mit ihren Megaobjektiven rum.



Chinesische Eltern flippen total aus, wenn es um Wettkampf geht, da sind wir Europäer wohl echte Weicheier.
Nils beschloss dann spontan nach circa 5 Minuten, dass wir jetzt gehen und schlenderte mit seinem Buggy zum Tor.
Glücklicherweise hatte ich das Frühstück eingepackt. Also nichts wie ab in den nächsten Park.



Dort gab es am See erstmal was in den Magen. Wie ihr seht ist der Park grundsätzlich ganz schön.
Warum die hier dann aber solche Plastik"kunst" reinstellen ist mir echt schleierhaft. Naja, Nils freut sich wenigstens jedesmal, wenn er die orange Monsterspinne sieht.

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Montag, 9. Mai 2011
Ostern
Nun stellte sich natürlich kurz vor Ostern hier im fernen China die Frage: Findet uns der Osterhase auch hier? Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Nachbarin, die Peking auf der Suche nach Osterequipment durchpflügte ( Wer denkt beim Containerpacken schon an Eierfarben, Ostergras und Nestchen?), konnte der Hase dann in der Xia Guang Dao vorbeikommen.
Nils war ganz aufgeregt, als ich ihm erzählte, ich hätte den Osterhasen gerade noch im Wohnzimmer gesehen. Dies hatte zu Folge, dass Nils den Rest des Tages auf Hasensuche war.
Unser Zwerg freute sich riesig über sein Nest und fand das Stoffobst und -gemüse unseres freundlichen schwedischen Möbelhauses klasse.



Seitdem wird mir immer mal eine Gurke geschnippelt und festgestellt, dass man bei Zwiebeln weinen muss.



Da ich am Ostersonntag, sozusagen "lost in China", eine Osterkrise zu bewältigen hatte, startete Tobi ein Aufmunterungsprogramm. Erst ging es mit Nils auf einen Spielplatz. Wie ihr schon am Hintergrund sehr, haben wir uns da auf den Hof irgendeiner Eliteschule geschlichen (STERN!), aber wir können natürlich noch keine Verbotsschilder lesen ;).



Danach stand das Osterbrunch im Westinhote auf dem Programml. Die Pannacotta und Mousse au chocolat hat mein Heimweh besänftigt und auch Nils war mit dem Buffet durchaus zufrieden.



Und ihr glaubt nicht, was dann geschah... Nils Suche nach dem Osterhasen war erfolgreich. Der kam doch wirklich einfach in der Spieleecke des Hotels (hatte ich schon erwähnt, dass China total kinderfreundlich ist?) vorbei.



Fazit: Mutter glücklich, Kind glücklich und demzufolge Papa auch. Zwar ein etwas anderes Ostern, aber irgendwie auch schön.

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