Montag, 16. Mai 2011
Gone with the sand
Wir machten uns auf, um ein weiteres schönes Wochenende in Peking zu verbringen. Daraus wurde leider nicht sehr viel. Nils bekam eine Erkältung und war somit nicht richtig fit.
Am Samstag haben wir das Olympiagelände besichtigt.
Da würde ich dann man sagen, dass haben die Münchner schon vor fast vierzig Jahren besser hinbekommen. Beton, wohin das Auge reicht und die Minibäumchen, die man offensichtlich drei Stunden vor der Eröffnungsfeier angepflanzt hatte, reißen es auch drei Jahre später nicht wirklich raus.





Naja, wenigstens Goofy war da und den fand Nils toll.



Leider haben Mama und Papa zunächst auch nicht wirklich kapiert, warum es so dunstig war. Es wehte ein heftiger Wind und die Sicht war schlecht. Irgendwann bemerkte ich dann, dass ich Sand zwischen den Zähnen hatte. Tja, die Bildzeitung hat uns dann auch aufgeklärt: Wir waren mitten im schlimmsten Sandsturm der Jahres gelandet.



Ob es nun daran lag, wissen wir nicht. Nils begann am Abend ganz schrecklich zu husten. Das bedeutete einmal, dass keiner im Zimmer schlief und zweitens, dass wir am nächsten Morgen anstatt des Sommerpalastes die SOS-Klinik in Peking besichtigten.
Nachdem uns der Arzt beruhigte, dass es nur ein Reizhusten sei, ließ sich die zweite schlaflose Nacht dann besser durchstehen ;).
Immerhin haben wir es geschafft, den Lamatempel (geschlossen) von außen zu sehen



und die Schule des Konfuzius von Innen.





Am Montag sind wir wieder nach Tianjin gefahren und ich habe mich noch nie zuvor so gefreut, durch das Tor unserer Wohnanlage zu fahren.
Aber jetzt sind wir ja alle wieder gesund und der nächste Ausflug wird sicher besser.

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No sports please
Nachdem mich schon mehrere (europäische) Mütter vor dem anstehenden jährlichen Sporttag des Kindergartens gewarnt hatten , wurde mir durch die zweiwöchige Vorbereitungszeit klar, was es damit auf sich hatte. Jeden Nachmittag wummerten im Kindergarten die Lautsprecher und die Stereoanlage (hatte ich schon erwähnt, dass hier eh schon alle taub sind?) und die Kinder marschierten auf dem Vorplatz herum. Eine Bekannte, die mich besuchte und nachmittags mit mir im Garten war, fiel fast vom Stuhl, als sie die Musik aufdrehten.
Also schickte ich Nils am Sporttag nicht alleine hin, sondern begleitete ihn. Wir sahen uns die Darbietung seiner Gruppe an und dann gingen die Wettkämpfe los. Der Sprecher röhrte ins Megaphon, die Eltern kreischten oder klickten mit ihren Megaobjektiven rum.



Chinesische Eltern flippen total aus, wenn es um Wettkampf geht, da sind wir Europäer wohl echte Weicheier.
Nils beschloss dann spontan nach circa 5 Minuten, dass wir jetzt gehen und schlenderte mit seinem Buggy zum Tor.
Glücklicherweise hatte ich das Frühstück eingepackt. Also nichts wie ab in den nächsten Park.



Dort gab es am See erstmal was in den Magen. Wie ihr seht ist der Park grundsätzlich ganz schön.
Warum die hier dann aber solche Plastik"kunst" reinstellen ist mir echt schleierhaft. Naja, Nils freut sich wenigstens jedesmal, wenn er die orange Monsterspinne sieht.

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